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In Gedenken an unseren lieben "Luis"

Ursus Luis vom Schafgarten, geboren am 05.04.2001 aus Number one vom Ulmer Münster und Ociris von der Osterau.

16 Tage alt war er, einer von acht Geschwistern. Alle unheimlich hübsch, sehr kräftig und vor allem sehr lebhaft. Sofort hatten wir uns in diesen kleinen Rüden verliebt, der, so quirlig auf unserem Arm, schwer unter Kontrolle zu halten war. Schnell waren wir uns mit der Züchterfamilie Braun einig und erledigten alles Formelle. Jetzt waren es nur noch sechs Wochen,die uns von unserem neuen Familienmitglied trennten.

Am 2. Juni 2001 war es endlich soweit, wir holten den kleinen Luis nach Hause, in's schöne Ostwestfalen Lippe. Alles war vorbereitet und wir widmeten uns völlig unserem neuen Gefährten, der sich auch prima einlebte und sich ganz zu unserer Freude entwickelte. Kleinere Probleme, die wohl die meisten mit einem temperament-vollen, halbwüchsigen Rüden erleben, hielten uns natürlich nicht davon ab Luis immer inniger und liebevoller in unsere Gemeinschaft einzuschließen.

In den folgenden Monaten verbanden uns tolle Erlebnisse mit unserem "Kleinen", die uns für alle Zeiten im Gedächtnis bleiben werden.

September 2003, draußen ein Wetter, in das man keinen Hund schicken möchte. Luis spielt, tobt draußen, frißt wie gewohnt, alles scheint in Ordnung. Aber irgend etwas stimmt nicht. Unser Freund macht immer wieder einen sehr "wehleidigen" Eindruck. Äusserlich war ihm nichts anzumerken. Der Tag geht zu Ende. Wir alle gehen ins Bett, schalten die Lichter aus. Plötzlich fängt er an zu würgen, wieder, wir laufen zu unserem Luis. Er steht da, ganz apatisch, sabbert so sehr wie selten zuvor, vor Ihm auf dem Boden ... nichts. Wieder fängt er an zu würgen und uns fällt auf, wie sehr seine Rippen plötzlich durch sein Fell heraus-treten. Sofort machen wir uns fertig, rufen den Tierarzt an und sind bereits auf dem Weg.

Eine Magendrehung. Natürlich sind wir keine Fachleute, kennen aber die Symptome aus vielen Erzählungen anderer Doggenfreunde. Völlig geschockt und mit den schlimmsten Befürchtungen eilen wir zu unserer Tierklinik in Quernheim. Sofort wird Luis untersucht. Unsere und die Vermutung des Tierarztes bestätigen sich, eine Magendrehung. Ohne zu zögern lassen wir Luis zur Operation fertig machen, denn wir wissen, ohne diese hat er keine Chance zu überleben. Seit den ersten Anzeichen, bis zum ersten Schnitt vergeht ca. 1 Stunde. Um ca. 2.30 Uhr erhalten wir zu Hause einen Anruf, die Operation sei gut verlaufen und Luis und sein Kreislauf machen einen guten Eindruck. Für's erste sind unsere Ängste etwas beruhigt aber wir wissen, trotz erfolgreicher Operation ist der Ausgang einer Magendrehung ungewiss.

*05.04.2001 - +29.09.2003

Es ist der 29. September 2003, 8 Uhr morgens.

Plötzlich klingelt das Telefon. Die Tierklinik. Eine junge Frau sagt:

"Luis ist eben verstorben, er ist nicht aus der Narkose aufgewacht .... Kreislaufversagen ......"